Samstag, 17. Dezember 2011
Pemba

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Die Ferien halten Einzug (vom 25.11)
Am 17.11 hatten wir das Abschlussfest in der escolinha und alle Kinder sind dafür Morgens gekommen. Es waren plötzlich so viele. :D Und die Uniformen wurden an diesem Tag auch abgegeben. Da hat man plötzlich die Armut wieder vor Augen gehabt. Obwohl die Meisten Kinder von Professoren oder Ärzten sind haben fast Alle löchrige Kleider und kaputte Schuhe. Die Uniformen werden über die Ferien abgegeben, weil die Kinder sie sonst als normale Alltagskleidung tragen würden und sie dann nach den Ferien nicht mehr als Schuluniformen erkennbar wären.
Nachdem alle Mamas, die die Uniformen gebracht hatten, wieder weg waren haben wir mit den Kindern gesungen, getanzt und gespielt. Bis der Aufruf zum Essen kam. So gegen 11 Uhr sind wir mit den Kindern singend zum Haus der Schwestern gepilgert um Mittag zu esse. Es gab Xima mit Fleisch. Ich weiß nicht genau was es für Fleisch war aber überhaupt Fleisch ist für die Kinder was Besonderes. Danach gab es noch kalte Fanta und Süßigkeiten. Wir hatten einen schönen, gemeinsamen Vormittag. Natürlich waren auch der Padre und einige mehr oder minder wichtige Persönlichkeiten dabei aber da kenn ich mich jetzt nicht so gut aus ;)
Am nächsten Tag, dem 18.11 waren die Kinder zusammen mit ihren Eltern in die escolinha eingeladen. Auch der Schulminister ist erschienen um den Kindern, die nächstes Jahr zur Schule gehen werden ihre Zertifikate zu überreichen, die Maren und ich vorher am Computer angefertigt haben. Leider konnten wir die Bilder, die wir extra für die Zertifikate geschossen hatten nur Schwarz Weiß ausdrucken, da die Farbpatrone den Geist aufgegeben hatte und wir nicht wie in Deutschland schnell ins Geschäft flitzen konnten, um eine neue zu kaufen. Wir sind eben in Afrika.
Nachdem einige Kinder stolz gezeigt haben, wie sie ihren Namen schreiben können und alle Schulanfänger ihre „Zeugnisse“ entgegengenommen haben um dann erstaunt zu fragen: Titia für was ist das? :D wurden noch ein paar Reden geschwungen, die die Kinder allerdings weniger interessierten, worauf der steigende Lautstärkepegel hin weiß. Die Titios haben noch die Arbeiten, die die Kinder in diesem Jahr gefertigt haben aan die Eltern verteilt und sie danach verabschiedet.
Für uns war es in dem Moment noch nicht recht zu begreifen, dass wir einige der Kinder nach den Ferien nicht mehr in der escolinha sehen werden.
Nun sind schon ein paar Tage der Ferien vergangen. Keine Kinderschar um uns herum, kein Lachen, kein Weinen, kein Singen. Am Anfang habe ich mich wirklich auf die Ferien gefreut aber jetzt kommt es mir schon ein wenig leer vor.
Noch sind die Mädels da aber die verabschieden sich wie gesagt auch bald in die Ferien zu ihren Familien.
Wir werden am 12. Dezember in den Urlaub fahren. Weihnachten und Silvester werden wir in Pemba am Wimbe Beach verbringen. Mein erstes Weihnachten unter Palmen. Ich muss sagen dafür, dass morgen erster Advent ist, ist meine Stimmung noch nicht so sehr Vorweihnachtlich.

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Ein Kommen und Gehen (vom 25.11.)
Anfang Oktober haben wir Irma Fátima und Irma Leila nach Brasilien verabschiedet. Die Verabschiedung ist trotz ein- bzw. zweimonatiger Reise nicht recht spektakulär abgelaufen. Alle wurden gebusselt und dann sind sie gefahren und damit hatte die Novizin Schwester Santa nun das Sagen im Haus. Spektakulärer lief dann schon die Verabschiedung von Irma Eunice, die auch nach Brasilien aufgebrochen ist. Das allerdings für immer, denn sie war nur für ein halbes Jahr zu Besuch in Metarica. Das war schon mal ein Vorgeschmack für das was uns bei unserer Abreise erwartet, denn wir haben Ir. Eunice trotz der kurzen gemeinsamen Zeit sehr ins Herz geschlossen und hatten mit ihr immer was zu lachen.
So haben wir am Vorabend des 23.10.2011 ein kleines Abschiedsfest mit Tanz und Gesang veranstaltet. Ir. Eunice hat dann in Brasilien wohl die anderen zwei Schwestern noch getroffen, denn Irma Fátima haben wir erst am 4. November wieder in Metarica begrüßt.
Mit den Kindern der escolinha im Schlepptau standen wir also am Nachmittag vor dem Tor Spalier und haben gemeinsam hoffnungsvoll auf die Straße geblickt. Als das Auto um die Ecke bog wurde geklatscht, gesungen und getanzt und Ir. Fátima wurde mit lautem Jubel in Empfang genommen.
Kurze Zeit später mussten wir auch schon wieder Abschied feiern. Von den zwei Novizinnen Ir. Ana und Ir. Santa, die die letzten Monate bis zu ihrem großen Fest am 29. Januar in Cuamba verbringen. Ende Januar werden die beiden jungen Frauen zu den ersten mosambikanischen Schwestern des Ordens der heiligen Maria Magdalena Postel geweiht.
Aus diesem Grund wird Ir. Fátima die beiden nach Nampula begleiten um Gewänder und andere Sachen für ihren großen Tag zu kaufen.
Da sich alle Mädchen am 30. November in die Ferien zu ihren Familien vertschüssen sind Maren und ich 5 Tage mit dem Laien Pedrito allein auf dem Gelände. So stolz wie wir sind haben wir natürlich gesagt wir schaffen das mit dem kochen allein und Ir. Fátima müsse niemanden organisieren der uns bekocht. Ja da bin ich sehr gespannt. xD
Ir. Leila wird voraussichtlich Mitte Dezember wieder hier eintreffen um dann eine Woche später nach Deutschland aufzubrechen. Aber ab dem 12. Dezember sind auch wir vorerst im Urlaub. :)

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Donnerstag, 15. Dezember 2011
Nachtrag von Oktober :D
Genau zum ersten Oktober hin hat es das erste Mal geregnet. Wir wurden morgens um 6 Uhr von einem lauten Prasseln geweckt und haben uns ein bisschen geärgert, weil Samstag war und wir eigentlich hätten länger schlafen können. Die Mädels hatten schon Behälter aufgestellt um das Regenwasser zu sammeln. Der Geruch nach Regen war nach zwei Monaten wirklich schön. Die Tage danach hat es Nachts immer wieder geregnet und als wir zur escolinha kamen hat uns fast der Schlag getroffen. Der ganze Saal war überschwemmt. Wir haben natürlich sofort zum Dach hoch geschaut und haben ein paar kleine Löcher gefunden. Doch Ir. Fátima hat uns nachher erklärt, dass der Regen durch die Fenster reinkommt. Wir mussten also mit der Flitsche ran.
Mit den Kindern -viele waren es ohnehin nicht- haben wir dann draußen gespielt, was eine willkommene Abwechslung darstellte. Die Kinder hatten viel Spaß im nassen Sand und auch die Titios konnten noch einmal Kinder sein, denn an diesem Tag ist auch das Blumenfahrrad entstanden. :D
Nachmittags hat es dann wieder geregnet, allerdings waren wir da schon daheim. Wir haben uns in den Regen gestellt und uns vollregnen lassen, was die Mädchen einfach mal nicht nachvollziehen konnten. Sie mögen nämlich keinen Regen, weil er Malaria provoziert.

Nach dieser kleinen Regenperiode blieb der Regen allerdings erstmal 3 Wochen komplett aus. Am 2.11. hat es dann erst wieder geregnet. Für das aufgeheizte Klima ist der Regen wirklich gut, denn danach ist es immer etwas kühler doch für meinen geruhsamen Schlaf ist das der Tod. ;) Die Dächer sind hier alle aus Blech und ich kann trotz Kissen auf beiden Ohren nicht schlafen. In der escolinha bekommt man den Regen immer sehr zu spüren auch wenn es sich während der Nacht schon wieder beruhigt, denn dann bleibt die große Kinderschar leider aus.
Umso mehr hat mich gefreut, dass Irma Fátima kurze Zeit später das OK für die neuen Gebäude bekommen hat. Nächstes Jahr wird also gebaut :)
Ir. Fátima hat auf Grund des Kindermangels die Ferien auf den 18. November vorgezogen. Danach stand der Ferienanfang auf dem 25. da ihr der 18. doch etwas früh erschien. Im Nachhinein würde es doch der 18. da wirklich jeden Tag nur sehr, sehr wenig Kinder zur escolinha gekommen sind.

Wir hatten zwischenzeitlich 8 neue Hühner, 6 Ferkelchen und ein dickes Riesenschwein. Das Schwein hat die Fahrt hierher leider nicht so gut überstanden und ist kurze Zeit später gestorben. Hier wird nicht lange gefackelt also wurde es sofort ausgenommen und zerkleinert eingefroren. Ich war heilfroh, dass Ir. Fátima sagte sie würde das Schweinefleisch nicht essen wenn das Tier von allein gestorben sei. Ich hatte schon Angst, dass niemand uns versteht wenn wir es nicht essen möchten. Was sie zu den kleinen Ferkeln gesagt hat hab ich nicht ganz verstanden aber sie müssen irgendwie krank gewesen sein, denn sie wurden auch geschlachtet.

Das Tanzen in der Kirche macht sehr großen Spaß, solange ich es einigermaßen hinbekomme. Vor unserem ersten Auftritt hatte ich sehr großen Respekt, weil man in der Kirche das Gesprächsthema Nummer 1 ist, wenn man komisch tanzt :D Die Mädchen, die nächstes Jahr in Casa Marta einziehen tanzen auch immer mit. Wir versuchen uns schon etwas mit ihnen anzufreunden, da nächstes Jahr leider die Meisten Mädchen nach Cuamba ziehen werden.

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Montag, 5. Dezember 2011
Ein Hoch auf den Surfstick und meine Hartnäckigkeit
Wir haben Internet auf dem Laptop!!!! Damit sind wir auch die Ersten und Einzigen in Metarica. Die Berichte folgen natürlich direkt morgen da es jetzt leider schon 23.00 Uhr ist.
Gute Naaaacht :):)

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Dienstag, 8. November 2011
Das Abenteuer Zahnarzt 10. Oktober (Teil 5)
Im großen und ganzen war es ein lustiges erlebniss und meine laune hat sich auch wieder gebessert als ich zu hause erstmal die nicht betroffenen zähne wieder gesäubert hatte ;) bezahlt habe ich übrigens für die ganze geschichte gar nix, ich hätte mich auch geweigert :D

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Das Abenteuer Zahnarzt 10. Oktober (Teil 4)
Nachdem der typ der sich zahnarzt nennt mit einem nicht mehr so neuen bohrer an meinem zahn hantiert hatte,bekamm ich einen wattebausch mit desinfektionsmittel in den mund geschoben.nach kurzer zeit war mein mundwinkel dann weggebrannt und das loch mit füllmittel verspachtelt.die 3 zähne drumrum sind jetzt auf jeden fall auch bombensicher,denn mit der zielsicherheit hat er es nicht so genau genommen.als er mich gebeten hat die woche darauf zur kontrolle zu erscheinen habe ich dankend abgelehnt.

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Das Abenteuer Zahnarzt 10. Oktober (Teil 3)
kurzerhand reingegangen bin ich dann auch sofort drangekommen. (ich bin ja schließlich weiß) für die wartenten menschen war das anscheinend auch selbstverständlich. dafür, dass die menschen hier eigentlich ihr bestes geben um sauber zu sein und ständig putzen, waren die gerätschaften der horror. hätten maren und ich uns nicht sofort über alles und jeden lustig gemacht, hätte ich in der situation bestimmt anders reagiert.

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Mein Zahnarztbesuch am 10. Oktober (Teil 2)
Um 5 uhr aufstehen, an die straße stellen, kleinlaster anhalten, draufspringen... so einfach kommt man für umgerechnet ca. 3 euro gute 70 kilometer weit ;) am Montag morgen hat eine schwester uns dann zum krankenhaus begleitet und uns kurzerhand dort alleine gelassen :D eine junge frau war dann so nett uns immer zu sagen was jetzt vor sich geht. sie meinte ich solle einfach reingehen, in den raum vor dem gefühlte 50 leute warteten,die auch schon da waren bevor ich überhaupt dort angekommen bin

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Das Abenteuer Zahnarzt 10. Oktober (Teil 1)
Als ich mit schrecken festgestellt habe, dass ich ein loch im backenzahn habe und mir wohl ein stück dort herausgebrochen war habe ich erst einmal voll in panik meine mama angerufen. danach habe ich mich ein bisschen beruhigt und mir ist klar geworden, dass ich um einen zahnarztbesuch wohl nicht herum komme. also haben maren und ich uns am sonntag den 09. oktober das erste mal allein auf den weg nach cuamba gemacht.

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